Die Stiftung Warentest nahm 26 Pflegezusatzversicherungen genauer unter die Lupe und kam zu dem bedauerlichen Ergebnis, dass sich nur die wenigstens davon auch wirklich lohnen.
Alle Versicherungen wurden anhand des Beispiels einer fiktiven Person mit Pflegestufe 3 geprüft.
Eine Pflegetagegeldversicherung zahlt im Fall des Eintretens der Pflegebedürftigkeit jeden Tag einen bestimmten Betrag an den Kunden aus. In den unteren Pflegestufen erhält der Patient nur einen prozentualen Anteil an diesem Satz, wird er zudem auch noch zuhause gepflegt und nicht in einem Heim, verringert sich das Tagegeld noch einmal.
Im Laufe des Testverfahrens fand die Stiftung Warentest heraus, dass Frauen bei der Versicherung deutlich benachteiligt sind. Sie müssen erheblich höhere Beiträge zahlen als die männlichen Kunden. Zudem steigen die Versicherungsbeiträge mit dem Alter der zu versichernden Person. Der Abschluss einer Pflegetagegeldversicherung lohnt sich daher nur für Menschen, die kerngesund und nicht älter als 55 Jahre alt sind. Denn jede Erkrankung treibt die Beiträge in die Höhe oder führt gar dazu, dass die Versicherung den Bewerber gar nicht erst aufnimmt.
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