Das Kürzel BMI steht für Body Mass Index und ist eine Größe, die für Ärzte und Wissenschaftler zunehmend an Bedeutung gewinnt. Mithilfe des BMI wird das Gewicht eines Menschen bewertet, wobei neben dem eigentlichen Gewicht in Kilogramm auch die Körpergröße und das Alter eine Rolle spielen. Insofern ist der BMI wesentlich aussagekräftiger als die früher übliche Faustformel, die besagte, dass das Idealgewicht dann vorliegt, wenn von der Körpergröße 100 zuzüglich zehn Prozent abgezogen werden. Zum BMI berechnen, wird das Körpergewicht durch die Körpergröße im Quadrat geteilt. Aus dieser Berechnung ergibt sich dann eine Zahl, die zunächst anzeigt, ob das Gewicht im Verhältnis zu der Körpergröße zu niedrig, genau richtig oder zu hoch ist. Die durchschnittliche Bewertung sieht dann so aus, dass alle Werte unterhalb von 19 anzeigen, dass das Gewicht zu niedrig ist, Werte zwischen 19 und 25 zeigen ein normales und nicht weiter auffälliges Gewicht an. Liegen die Werte über 25 besteht eine leichte Neigung zu Übergewicht und bei allen Werten über 30 wird von Übergewicht bis hin zu Fettleibigkeit gesprochen.
Allerdings gilt es zwei Tabellen, die in diesem Zusammenhang von Bedeutung sind. Zum einen ist dies eine Tabelle, die die Werte nach Frauen und Männern aufteilt, denn die BMI-Werte für Männer sind deutlich höher als die BMI-Werte von Frauen, was sich damit erklärt, dass der Anteil der Muskelmasse bei Männern höher ist. Die zweite Tabelle berücksichtigt den BMI-Wert im Zusammenhang mit dem Alter. Während ein unfälliger BMI-Wert bei einem 20jährigen beispielsweise zwischen 19 und 24 liegt, beträgt er bei einem 50jährigen 22 bis 27 und bei einer Person, die älter ist als 65, sogar 24 bis 29. Dabei kann der BMI auch bei Personen berechnet werden, bei denen infolge eines Unfalls oder einer Erkrankung Gliedmaßen abgenommen werden mussten. Hierfür werden dann die sogenannten Korrekturwerte, die für eine Hand beispielsweise 0,8 oder für einen Fuß 1,8 betragen, in die theoretische Masse eingerechnet und dieser Wert dann die Formel zur Berechnung des BMI eingesetzt.
Zu beachten gilt beim Berechnen des BMI allerdings immer, dass dieser nie hundertprozentig sichere Werte liefern kann, da ja die Faktoren Gewicht, Größe und Alter, jedoch nicht Kriterien wie Zusammensetzung des Muskel- und Fettgewebes berücksichtigt werden. Insofern kommt es beispielsweise bei Sportlern mit sehr hoher Muskelmasse zu Fehleinschätzungen. Für eine allgemeine Einstufung und um die Entwicklung des Gewichtes zu beobachten, ist der BMI allerdings eine wertvolle Hilfestellung, denn das Gewicht spielt immer und unabhängig vom Alter eine wesentliche Rolle im Hinblick auf die Gesundheit.
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